
Die Sommerferien sind jetzt langsam überall vorbei, die Tage werden kürzer und im September steht der Herbst bald vor der Tür. Aber der neue Monat bringt nicht nur kuschelige Abende, sondern auch eine ganze Menge Neuerungen mit sich. Egal, ob es um deine persönlichen Finanzen, die Politik in Deutschland oder wichtige Deadlines geht – im September tut sich einiges. Wir haben für dich die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst, damit du bestens informiert in den September startest.



Ende der Sommerpause: Der Bundestag nimmt die Arbeit wieder auf
Du fragst dich vielleicht, was die Mitglieder des Parlaments eigentlich den ganzen Sommer so machen? Nach einer Pause von zwei Monaten kehren die Abgeordneten am 10. September 2025 zurück in den Plenarsaal des Bundestags. In ihrer sogenannten Sommerpause haben sie im Wahlkreis gearbeitet, Gesetze vorbereitet und sich mit den Details der Politik beschäftigt. Nun geht es wieder richtig los. Geplant ist unter anderem, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius und Gesundheitsministerin Nina Warken befragt werden. Das verspricht spannende Diskussionen und wichtige Entscheidungen für die Zukunft.
Sozialstaatskommission soll durchstarten
Am 1. September 2025 soll laut Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas die Bund-Länder-Kommission zur Reform des Sozialstaats ihre Arbeit aufnehmen. Ziel ist es, Vorschläge zur Zusammenlegung von Sozialleistungen, Vereinfachung der Rechtslage und eine einheitlichere Definition von Einkommen zu erarbeiten. die ersten Ergebnisse sollen noch im Laufe dieses Jahres vorgestellt werden.
Neue Regeln für unsere Daten: Der EU-Data-Act
Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Ab dem 12. September 2025 tritt der EU-Data-Act in Kraft. Dieses Gesetz stärkt deine Rechte als Nutzer. Du kannst dann selbst bestimmen, was mit den Daten passiert, die durch deine vernetzten Geräte entstehen. Hersteller müssen ihre Produkte so gestalten, dass du auf deine Daten zugreifen und sie sogar an Dritte weitergeben kannst. Auch der Wechsel von einem Datenanbieter zum anderen soll einfacher werden. Öffentliche Stellen bekommen unter bestimmten Umständen ebenfalls Zugriffsrechte, zum Beispiel bei einer Naturkatastrophe. Das neue Gesetz soll dir mehr Kontrolle geben und den Datenfluss fairer gestalten.
Digitalisierung im Gesundheitswesen: Die Elektronische Patientenakte wird Standard
Für viele von uns ist das digitale Leben schon ganz normal. Ab dem 30. September 2025 wird die Elektronische Patientenakte (ePA) für Krankenhäuser, Arztpraxen und Apotheken zur Pflicht. Das bedeutet, deine medizinischen Daten können an einem Ort digital gespeichert werden. Das soll die Kommunikation zwischen den verschiedenen medizinischen Einrichtungen verbessern und Behandlungen einfacher machen. Aber keine Sorge: Du hast weiterhin das Recht zu widersprechen, wenn du nicht willst, dass deine Daten in der ePA genutzt werden. Es liegt also in deiner Hand.
Vorbereitung auf Katastrophen: Bundesweiter Warntag
Stell dir vor, du sitzt gemütlich beim 2. Frühstück und plötzlich heulen die Sirenen. Am 11. September 2025 findet der nächste bundesweite Warntag statt. Pünktlich um 11 Uhr werden alle Warnsysteme getestet: Sirenen, Radiodurchsagen und Warn-Apps. Auch Push-Nachrichten auf deinem Smartphone könnten kommen. Der Warntag soll die Bevölkerung auf Notfälle vorbereiten und Schwachstellen im Warnsystem aufdecken. Es ist eine gute Gelegenheit, selbst zu prüfen, ob deine Warn-Apps funktionieren und du alle wichtigen Informationen erhältst.
Abo im Blick: Teurer streamen mit Spotify
Musik ist für viele ein konstanter Begleiter im Alltag. Wenn du deinen Lieblingskünstler über Spotify streamst, musst du ab September mehr bezahlen. Der Preis für ein Premium-Abo steigt von 10,99 Euro auf 11,99 Euro pro
Monat. Auch die Tarife für das Duo- und Familien-Abo werden teurer. Spotify begründet die Preisanpassung mit Investitionen in neue Funktionen und bessere Inhalte. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um deine Abos mal zu überprüfen.
Wichtige Frist: Förderung für Berufsqualifikationen
Für alle, die im Ausland einen Beruf gelernt haben und die Anerkennung ihrer Qualifikation in Deutschland beantragt haben, gibt es eine wichtige Frist. Wer seinen Antrag bis Ende 2024 gestellt hat, kann finanzielle Förderungen für Kosten wie Übersetzungen und Beglaubigungen bekommen. Aber sei schnell: Du musst die Abrechnung dieser Kosten bis spätestens zum 30. September 2025 einreichen. Verpasst du diese Frist, verlierst du den Anspruch auf die Erstattung. Das wäre doch schade!
Neu für Vermieter: Zähler für Wärmepumpen
Bisher gab es für zentrale Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern eine Ausnahmeregelung (das sogenannte “Wärmepumpenprivileg”). Das ändert sich nun. Ab dem 30. September müssen alle Anlagen mit geeigneten Zählern ausgestattet sein. Die Heizkostenabrechnung soll dadurch gerechter und verbrauchsabhängig erfolgen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Energie. Für Mieter ist das eine gute Nachricht, denn so zahlst du nur das, was du wirklich verbrauchst.
Die Bahn muss sich wandeln
Die Deutsche Bahn steht vor einem großen Wandel. Bahnchef Richard Lutz wird abgelöst, und am 22. September 2025 soll sein Nachfolger vorgestellt werden. Der Verkehrsminister Patrick Schneider will diesen Anlass nutzen, um eine neue Strategie für die Bahn zu präsentieren. Das Ziel ist klar: Die Bahn soll pünktlicher, moderner und effizienter werden. Es bleibt spannend zu sehen, welche neuen Pläne hier vorgestellt werden.
Wie du siehst, bringt der September eine ganze Menge an Neuem mit sich – von politischen Entscheidungen über Preiserhöhungen bis hin zu technischen Neuerungen. Es lohnt sich, informiert zu bleiben, um die Übergangszeit gut zu nutzen. Egal, ob du dich auf neue Bahnerlebnisse freust oder deine Daten besser schützen willst – der September 2025 startet mit vielen neuen Impulsen.
Du kannst dich nicht mehr so richtig erinnern, was im August alles neu war? In unserem Beitrag Neuerungen für August 2025 kannst du es nachlesen!